Rock 36 | 25.07.2008 | Nachbericht

Rock 36 25.07.2008: Logo

Freitag Abend, kurz nach 22:00 Uhr. Steffi und ich sind auf dem Weg ins Einstein, um uns dort mit zwei Freunden zu treffen. Auf dem Weg dahin holen wir noch zwei weitere ab, liegt ja auf dem Weg. Im Einstein angekommen, bestellen wir uns jeder einen Cocktail und ich ordere noch drei B52-Shots dazu. Der Abend beginnt mit Gesprächen über alles mögliche und unmögliche, über Nachbarn, andere Freunde, Handys, Junggesellenabschiede und vieles andere. Das meiste davon Quatsch.

Vorglühen

Zunächst war geplant, dass wir im Einstein ein paar Cocktails trinken – ab 22:00 Uhr ist Happy Hour – und dann anschließend in den Irish Pub “Thomas Read” auf dem Hamburger Kiez gehen. Steffi war noch nie da und mein letzter Besuch dort ist auch schon ziemlich lange her. Was uns dann aber im Endeffekt doch abschreckte waren nicht etwa die 5,- € Eintritt. Die sind nämlich für Reeperbahn-Verhältnisse noch human. Es war vielmehr, dass dort an dem Abend Karaoke angesagt war… Nicht unbedingt unser größter Traum, uns das Gelalle vieler anderer anzuhören und sie dann auch noch beklatschen zu müssen.

Abfahrt

Rock 36 25.07.2008: Die Bühne der Großen Freiheit 36Also entschieden wir uns anders und starteten gegen 23:45 Uhr zum Bus, der uns bis zum Barmbeker Bahnhof brachte. Wir waren hier nur noch zu viert, da die beiden, mit denen wir uns getroffen hatten, nicht mehr losziehen wollten. Auf die Bahn in die Stadt mussten wir ein paar Minuten warten, aber dank des HVVs braucht man eigentlich nie länger als 20 Minuten warten. Und das ist der schlimmste Fall. Am Wochenende fahren die Bahnen in der Regel auch alle zehn Minuten, sodass man meist Anschluss findet. Wir fuhren also mit der S1 in Richtung Stadt und der Waggon in dem wir saßen füllte sich immer weiter mit teils sehr lauten Feierwütigen. Als wir dann gegen 00:30 Uhr an der S-Bahn-Station Reeperbahn ausstiegen, erstrahlte vor uns das übliche Bild, wenn man auf den Kiez geht. Von den Mülleimern auf dem Bahnsteig laufen Rinnsale aus verschiedenen Flüssigkeiten Richtung Bahnsteigkante, gröhlende Menschen bevölkern die unterirdische Station und auch die eine oder andere Schnapsleiche findet man zu jeder Tages- und Nachtzeit in der Nähe des Bahnhofs.

Ankunft

Rock 36 25.07.2008: Waffen verbotenDieses Bild ist für uns inzwischen normal. Was mir aber gänzlich neu war, ist nebenstehendes Schild. “Waffen verboten” kannte ich bis jetzt noch nicht.

Unser endgültiges Ziel diesen Abend war die Große Freiheit 36. Dort fand den Abend “Rock 36″ unter dem Motto

Rock 36
Indierock, Rockclassics, Britpop, Poprock,
…alles was rockt!
Die große Rockparty in der Grossen Freiheit 36!
Alle Preise wie vor 20 Jahren!

statt. Da wir glücklicherweise Sommerferien haben, war es in dem Laden und dem Weg vom Bahnhof dorthin nicht so voll. Man konnte sich vernünftig bewegen ohne dauernd mit jemandem zu kollidieren. Sehr angenehm und relativ selten.

Rock 36 25.07.2008: Das Logo der Großen Freiheit 36So richtig warm wurde ich mit der Musik allerdings nicht. Ich höre ja normalerweise ganz andere Musik, lasse mich aber auch gerne mal auf was neues ein. Die Musik selbst hat mir schon gefallen, nur hatte ich keinen blassen Schimmer, wie ich mich dazu hätte bewegen sollen. Also beließ ich es bei ein wenig “auf-der-Stelle-rumwippen” und bei einigen Titeln (z.B. “Song 2” von Blur und “Self Esteem” von The Offspring) auch rumhüpfen. OK, lautes Mitsingen war dann schon eher mein Fall, da ich die meisten Titel kannte. Wenn auch meist nicht den ganzen Text. “Schrei nach Liebe” von den Ärzten und “Enter Sandman” von Metallica wurden lauthals mitgegröhlt, aber trotzdem kam ich nicht so richtig in Partystimmung.

Gut an dem Abend war, dass die Getränke – wie oben bereits zitiert – “wie vor 20 Jahren” waren. Ich habe für ein Alster-Astra, eine Mische Wodka-Energy und eine Cola grade einmal 6,10 € bezahlt. Zwei Batida-Kirsch haben ebenfalls nur 6,00 € gekostet. Der Eintritt fiel mit 3,00 € ebenfalls günstig aus.

Fazit

Rock 36 25.07.2008: DiscokugelMeine Meinung zur Veranstaltung ist also eher durchwachsen, was aber nicht am Veranstalter liegt. Ich selbst kann nur mit der Musik nicht allzu viel anfangen, wenn ich feiern will. Die meisten Titel höre ich ja auch tagsüber auf Delta Radio und das auch gerne, aber zum Tanzen ist das irgendwie nichts. Die Preise sind OK, die Location ebenfalls. Die Leute waren etwas durchgedreht und fast durchweg langhaarig.
Für Liebhaber der Musik, die darin total aufgehen, war die Feier sicherlich alle Mühen wert. Ich muss mir das so schnell nicht noch mal geben.

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