
Es ist inzwischen ein wenig Zeit ins Land gegangen, dass ich mich das letzte Mal zu Spielen geäußert habe. Das will ich nun ändern und es hat sich bei mir auch einiges getan, was das angeht.
Sacred 2 – Fallen Angel
Wie im vorigen Artikel ja bereits beschrieben, war der erste Teil zwar nett, aber nicht überragend. Der zweite Teil ist inzwischen erschienen und ich habe ihn mit online über die Sacred 2-Website bzw. dem dahinter stehenden Onlineshop gekauft. Das war zwar nicht wirklich billiger, aber mir gefällt der Onlinekauf und -download inzwischen fast besser als der Kauf im Laden. OK, auf Gimmiks wie gedruckte Karten und Handbücher muss man natürlich verzichten, aber so müllt man sich die Bude wenigstens nicht voll. Nach dem 12 GB (!) Download erfolgte dann die Installation und das Spielvergnügen konnte losgehen.
Das Spiel fesselt durchaus an den Bildschirm und eine Story wird ebenfalls erzählt. Weit besser als im ersten Teil, aber andere Spiele haben nach wie vor die Nase vorn. Auch diesmal gibt es Unmengen an Mini-Quests zu lösen und leider unschön wenige Bossgegner. Das vermisse ich allerdings sehr. Ich habe inzwischen etliche Stunden gespielt und schon einen nicht so kleinen Teil der Karte aufgedeckt, aber noch keinen einzigen Drachen oder ähnlich Bedrohliches gefunden. Sehr schade, wie ich finde. Ich werde mich davon aber nicht entmutigen lassen und suche weiter.
Ansonsten ist es das mit Abstand athmosphärischte Rollenspiel, das mir je untergekommen ist. Die Grafik ist grandios und bringt meinen Rechner durchaus ins Schwitzen, der Sound ist super und die Musik stimmig. Die Charaktere wechseln mit nahezu jedem getragenen Item das Aussehen und es macht einfach wieder Spaß, auf die Jagd nach den besten Items zu gehen. Die Gegner haben ein intelligentes Schwierigkeitsmodell (so würde ich es mal ausdrücken). Auf der mittleren Schwierigkeitsstufe sind die Gegner um einen herum immer ein oder zwei Levels höher als der eigene Charakter. Das ist stellenweise fordernd, wenn sehr viele Viecher auf einen eindreschen. Insgesamt war ich aber fast noch nie in Bedrängnis. Die höheren Stufen muss man durch Beenden der Kampagne erst freispielen.
Mal schauen, was die weitere Story noch mit sich bringt.
Command & Conquer – Alarmstufe Rot 3
Der neueste C&C-Teil befindet sich derzeit noch nicht in meinem Besitz, wird dort aber demnächst wohl noch landen. Es ist halt eine meiner Lieblings-Spielereihen und gehört einfach in meine Sammlung. Neuerdings sind ja auch Spiele von EA über Steam erhältlich und ich denke, dort werde ich zuschlagen.
Die Beta dieses Titels war schon recht unterhaltsam, wenn auch eher langweilig, was das Drumrum anging. Es gab schließlich nur zwei Multiplayermaps, auf denen man sich mit willkürlich aus dem Netz gefischten anderen Spielern bekriegen konnte. Dafür standen bereits alle drei Fraktionen (Alliierte, Sowjets und das Reich der aufgehenden Sonne) mit allen ihren technischen Spielereien zur Verfügung. Besonders gut gefallen hat mir hier die Marine, der leider in den anderen Teilen (außer C&C2 – Alarmstufe Rot 1) zu wenig Beachtung geschenkt wurde.
Das erste Addon für C&C 7 (Generals eingeschlossen) mit dem Namen “Uprising” ist inzwischen auch schon angekündigt und es gibt den ersten Trailer.
Grand Theft Auto IV
Dieses Spiel habe ich schon lange erwartet und da ich schlicht zu geizig war, mir eine der High-End-Konsolen wie die PlayStation 3 zu kaufen, musste ich wohl oder übel warten, bis es für den PC erschien. Dies war nun kurz vor Weihnachten der Fall und direkt nach Weihnachten, als es nicht unter dem Tannebaum lag, habe ich es mir dann über Steam gekauft. Hier sieht man ebenfalls, dass ich Software gerne als Downloadversion kaufe.
Das Spiel ist ziemlich komplex. Es gibt so viele Ecken in Liberty City zu erkunden und die Story verdient jetzt schon einen Oscar. Hier haben sich ein paar kluge Köpfe wirklich Gedanken gemacht, wie man die Geschichte voranbringen kann. Man sieht seinen eigenen Charakter, den etwas agressiven und kaltblütigen Nico Bellic, normalerweise von hinten in der sogenannten Tomb Raider-Perspektive, kann die Kamera aber komplett um ihn herum drehen und in Dialogen sieht man ihn stets von vorne. Die Dialoge selbst haben viel Inhalt, aber auch viel Quark und Drumrumgesappel. Eine gute Mischung. Davon können sich GZSZ und Konsorten gerne mal eine Scheibe abschneiden.
Die Missionen sind vielfältig und man muss sogar Beziehungen zu den verschiedenen Bekanntschaften pflegen. Tut man das nicht, bekommt man Anrufe oder SMS, in denen sich die Leute beschweren, warum man mit ihnen nicht mal wieder einen Trinken, Billard spielen oder in den Strip Club gehen will. Auch in persönliche Beziehungen zu Frauen kann man stolpern. Relativ zu Anfang lernt man eine Dame kennen, die sich später als doch nicht so freundschaftlich erweist.
Zugegeben, einige Szenen sind schon ziemlich brutal, aber für Leute, die zwischen Virtual Reality (was für ein altmodischer Mode-Begriff) und dem echten Leben unterscheiden kann, sollte das tragbar sein. Ich komme jedenfalls gut damit klar. Fazit bis jetzt: Ein geniales Spiel mit mörderischer Handlung und ebenso mörderischen Hardwareanforderungen. Die Einstellungen sind bei mir schon arg gedrosselt und es ruckelt dann und wann immer noch sehr stark. Hier erhoffe ich mir Abhilfe von meinem neuen Rechner, der für dieses Jahr geplant ist.
StarCraft II, Diablo III und Patapon 2
Von diesen Krachern auf der Liste gibt es noch nicht allzu viel Neues. Hier warte ich gespannt auf weitere Informationen, damit ich sie mir pünktlich zum Release sichern kann.
Hinzugekommen ist aber das Spiel “Warhammer 40.000: Dawn of War 2″, zu dem grade ein weiterer Trailer erschienen ist. Das wird definitiv gekauft, da der Vorgänger mit seinen drei Addons und satten neun recht gut ausbalancierten Völkern, schon seit Jahren Spaß macht. Besonders auf LAN-Parties dauern solche Partien auch schon mal mehrere Stunden, in denen es kaum Zeit zum verschnaufen gibt. Sehr actionlastig, sehr geil. Ein absoluter Top-Kandidat für diese Liste.
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