Diablo III angekündigt, Diablo II gespielt

Vor einigen Tagen kündigte Blizzard Entertainment nun endlich Diablo III an; sage und schreibe acht Jahre nach dem zweiten Teil. Das Addon “Lord of Destruction” erschien genau ein Jahr später und brachte viele neue Spielelemente mit. Seit dem Release ist Diablo II immer noch eins der Spiele, die im Blizzard-eigenen Battle.net am meisten gespielt wird und trotz des einfachen Spielprinzips nie langweilig wird.

Ich werde nun also mal meine Erlebnisse mit dem zweiten Teil schildern und beschreiben, auf was ich mich am dritten Teil freue.

Rückblende – Diablo II

Den ersten Teil der Diablo-Reihe habe ich nicht allzu lange gespielt. Es war zu langwierig und gute Items (z.B. Waffen) fand man nur äußerst spärlich oder konnte sie bei dem kleinen Jungen Wirt für viel zu viel Gold kaufen. Das Problem dabei: Man kam mit Gold sammeln gar nicht hinterher. Das Spiel ließ sich nicht wirklich speichern und es gab nur zwei Eingänge in die Dungeons unter der Kirche von Tristram. Den Eingang selbst und einen Spalt in der Erde, der sich im späteren Verlauf des Spiels öffnete.
Wie gesagt, ich habe es nicht sehr ausführlich gespielt, doch das sollte sich mit Teil zwei ändern.

Diablo II erschien am 29. Juni 2000 und ich stand pünktlich zum Release im hiesigen Media Markt, um es mir zu kaufen. Zu meinem Glück gab es das Game auch noch vergünstigt für lediglich 66,- DM! Ich schlug natürlich zu und war danach nicht mehr viel im Rest der Wohnung anzutreffen. Ich verzog mich in mein Zimmer und war nicht mehr vom Bildschirm wegzubekommen. Mein erster Charakter im Spiel war ein Barbar, den ich völlig verskillt hatte. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie man die Fertigkeitspunkte am besten verteilt und welche Skills die besten sind um den meisten Schaden anzurichten. Nun gut, ich bin glaube ich bis Stufe 54 gekommen und habe dann erst einen anderen Charakter ausprobiert. Welcher das war, weiß ich jetzt allerdings nicht mehr. Insgesamt bringt das Hauptspiel fünf verschiedene Charaktere mit: Amazone, Totenbeschwörer, Barbar, Zauberin und den Paladin.

Mit nahezu jedem Patch des Spiels wurde das Balancing zwischen den Charakteren und gegenüber den Übeln der Welt verändert und man konnte quasi immer wieder von vorne anfangen, da sich auch die Fertigkeiten entsprechend geändert hatten.

Genau ein Jahr nach dem Release des Hauptspiels erschien dann das Addon “Lord of Destruction“, das einen weiteren Akt, viele neue Monster, zwei Charaktere (Druide und Assassine) und einen neuen Boss-Gegner (Baal) mitbrachte. Außerdem konnte man nun in den Spieloptionen die Auflösung von den ursprünglichen 640×480 Pixel auf sagenhafte 800×600 hochstellen! Dabei muss man bedenken, dass das Spiel schon mit der kleineren Auflösung fies geruckelt hat und man gerne mal gefrustet einige Abschnitte immer und immer wieder spielen musste, weil man mitten im Kampf einen Ruckler hatte und der Charakter, als das Spiel wieder flüssig lief, tot war. Mal abgesehen vom fehlenden CD-Laufwerk haben inzwischen die meisten Handys und MP3-Player mehr Rechenleistung, als das Spiel zum Release benötigte.

Die fünf Akte von Diablo II

Hier noch mal eine Zusammenfassung aller fünf Akte des Spiels, die es jeweils in drei Schwierigkeitsstufen zu meistern gilt. Wer diese selbst noch nicht kennt, aber mehr über die Welt von Diablo II lesen möchte, klickt einfach auf “Spoiler zeigen”.
Spoiler zeigen

Vorschau – Diablo III

Um zum eigentlichen Grund dieses Beitrags zurückzukommen, sei erwähnt, dass sich Blizzard immer sehr in Schweigen hüllt, was neue Projekte angeht. Die Gerüchteküche kocht jedes mal, wenn die BlizzCon ansteht. Wird ein neuer Titel angekündigt? Wenn ja, welcher? Etwa StarCraft 2, Diablo III, WarCraft IV oder ein weiteres Addon des World of WarCraft-Universums? Mit Sicherheit sagen kann das niemand im Vorwege.

So war es auch diesmal. Allerdings war ich von der Ankündigung, Diablo III tatsächlich auf den Markt zu bringen, sehr überrascht! Hatte Blizzard doch grade vor kurzem erst den zweiten Teil von StarCraft angekündigt. Erst die aufwändig gestaltete Website zum Spiel brachte Licht ins Dunkel. Es ist inzwischen bekannt, dass es den Barbaren nach wie vor geben wird. Zusätzlich wird man den Hexendoktor spielen können, der einige raffinierte Tricks und Techniken beherrscht. Hier gibt es auch einen GamePlay- und einen Cinematic Trailer, viele Screenshots, Artworks und erste Infos zum Game.

Über die Story ist indes noch nicht allzu viel bekannt, aber in klassischer Blizzard-Manier wird das in den nächsten Monaten mehr werden. Bei der offiziellen StarCraft 2-Seite geben sich die Hersteller alle Mühe, die Fans bei Laune zu halten, indem neue Inhalte – z.B. Charaktere oder Welten – präsentiert werden. Gesammelte Gedanken und Vermutungen gibt es auf Indiablo zu lesen. Sehr schön geschrieben und auch plausibel erklärt. Man darf gespannt sein, welche Teile hiervon wirklich im fertigen Teil 3 landen werden.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Release und werde mir derweil die Zeit mit dem zweiten Teil, danach wohl Sacred 2 (welches auch schon seit über einem halben Jahr auf dem Markt sein sollte) und anschließend mit StarCraft 2 vertreiben. Blizzard-Titel sind für mich Hit-Garanten, auch wenn mich die WarCraft-Welt nicht so anspricht. Die Faszination von World of WarCraft bleibt mir gänzlich verschlossen. Ich werde mit dem Universum einfach nicht warm. Aber die anderen beiden großen Welten und deren Ableger sind und bleiben neben vielleicht noch Half-Life meine absoluten Spiele-Favoriten und landen alle Jahre wieder auf meinem Rechner.

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  1. 1 Must-Have Games at Das Web des Jan
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